Endokrinum: Ein komplexer Steuerungsmechanismus im Körper

 

 

Das Endokrinum und das Nervensystem ermöglichen die Kommunikation zwischen Zellen und Organen im Körper. Das Endokrinium ist daher unverzichtbar für Wachstum, Entwicklung, Fortpflanzung, aber auch für die Anpassung an die Umwelt und die Reaktion auf Belastungen und Stress.

 

Hormone als Botenstoffe

Der Terminus "endokrin" beschreibt die Freisetzung von Botenstoffen in die Blutbahn. Diese Botenstoffe werden als Hormone bezeichnet. Hormone sind Substanzen, die bereits in geringen Mengen eine außerordentliche Wirkung entfalten. Beispiele sind der Einfluss des Insulins auf den Blutzucker, die Rolle des Wachstumshormons für die Größenentwicklung und die Bedeutung der Sexualhormone für die Fortpflanzung. Damit Hormone wirken können, müssen sie mit spezialisierten Molekülen an der Oberfläche oder im Inneren der Zielzelle in Wechselwirkung treten. Diese Empfängermoleküle werden als Rezeptoren bezeichnet. Nach spezifischer Bindung des Hormons an seinen Rezeptor wird eine Signalkaskade ausgelöst, die schließlich in die typische Antwort der Zielzelle mündet.

Diagnose und Therapie vielfältiger Erkrankungen

Quantitative oder qualitative Störungen des Endokriniums sind die Ursache für vielfätige Erkrankungen: Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen und Osteoporose betreffen Millionen Menschen in Deutschland. Mehr als 10% aller Paare leiden unter ungewollter Kinderlosigkeit. Hormonstörungen können alle Organe betreffen. Zahlreiche Tumore wachsen hormonabhängig, häufig produzieren sie auch selber Hormone. Die großen Fortschritte in der Grundlagenforschung erlauben dabei dem Arzt, die Kenntnisse der Regelmechanismen des endokrinen Systems zu rationaler Diagnostik und Therapie zu nutzen. 

 

 

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